bwcon, microTEC Südwest und VDC Fellbach präsentierten gemeinsamen Service „Cross-Cluster Industrie 4.0”

Die Cluster microTEC Südwest, Virtual Dimension Center und Baden-Württemberg:Connected entwickelten 2015 das Konzept für ein clusterübergreifendes Serviceangebot im Bereich Industrie 4.0 und präsentierten es am 21. Oktober 2015 in Schwäbisch Hall.

bwcon, microTEC Südwest und VDC Fellbach präsentierten gemeinsamen Service „Cross-Cluster Industrie 4.0”

Logo des neuen „Cross-Cluster Industrie 4.0”

2015 Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach

Gastgeber der Veranstaltung war das Cluster Packaging Valley, das in einem Projekt des Landes Baden-Württemberg mit dem Virtual Dimension Center zusammenarbeitet.

Industrie 4.0 erfordert Kompetenzen aus verschiedenen Disziplinen. Cyber-physische Systeme, Produktionstechnik, IKT-Technologien sowie angrenzende Prozesse der Produktentwicklung sind gefragt, um Fertigungsprozesse zu vernetzen und den Herausforderungen von morgen begegnen zu können. Erst durch eine integrative Vorgehensweise und die Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette werden Mehrwerte für die beteiligten Unternehmen geschaffen.

Gerade für produzierende KMU ergeben sich dadurch besondere Herausforderungen. Sie können zumeist keine eigenständigen Stabsabteilungen mit der Implementierung neuer Produktionsprozesse betrauen, sondern konzentrieren sich auf ihr Tagesgeschäft. Hinzu kommen unterschiedliche Halbwertzeiten von Software, Hardware und Mechanik der Produktionsausrüstung. Der Weg hin zu Industrie 4.0 ist für diese Unternehmen ein Migrationsprozess: Sie müssen die Teile ihrer Produktionsprozesse herausfiltern, bei denen Industrie 4.0 einen besonderen Mehrwert darstellt und diese schrittweise umstellen.

Um die Interdisziplinarität für alle Beteiligten besser zu beherrschen und den Zugang zum Thema zu erleichtern, bringt der Cross-Cluster Industrie 4.0 die Experten der drei Netzwerke unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Der Cross-Cluster Industrie 4.0 steht für

- Kooperationsmanagement mit den Zielen Cross-Thinking und Trendscouting

- Innovationsworkshops zur Anbahnung gemeinsamer Kooperationen und Entwicklungsprojekte

- Unterstützung in den Bereichen Fördermittel, Antragserstellung sowie Geschäftsmodellentwicklung auf der Basis individueller Angebote

- Vermittlung von Co-Finanzierungen und externe Beratung zu allen Themenbereichen der Industrie 4.0

Die Entwicklung des Serviceangebotes Cross-Cluster Industrie 4.0 wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Fördermoduls im Programm „go-cluster” mit insgesamt 100.000 €, verteilt auf die drei Clustermanagements, unterstützt.

Im Rahmen der Veranstaltung am 21. Oktober wurden Erfahrungen bei der Einführung von Industrie 4.0 aus Forschung und Industrie präsentiert. Als Schwerpunktanwendung wurde das Thema Virtuelle Inbetriebnahme von Sondermaschinen ausgewählt. Ein zentraler Baustein des Industrie-4.0-Konzepts ist das digitale Abbild von Fertigungseinrichtungen (Digitaler Schatten / digital twin). Dieser digitale Schatten kann bereits virtuell in Betrieb genommen werden, um reale Anlaufschwierigkeiten zu umgehen. Diese so genannte Virtuelle Inbetriebnahme ist insbesondere im Sondermaschinenbau von hoher Bedeutung. Solche fokussierten Themensetzungen ermöglichen es auch KMU unmittelbaren Nutzen aus Industrie 4.0-Ansätzen zu ziehen.